RELion 11 - Version 38
9 Minuten Lesezeit
Neue und geänderte Funktionen
Heizkostendatenaustausch
Vorbelegung Datenquellen beim Anlegen der WEG‑Abrechnung
Ausgangssituation
In der gemischten Objektverwaltung in Österreich werden Objekte sowohl als Mietobjekte als auch als WEG-Objekte geführt. Bei der Erstellung einer WEG-Abrechnung mussten bisher die Felder im Register Datenquellen auf der Abrechnungskarte manuell eingetragen werden. Die Verbindung zwischen Miet- und WEG-Einheiten war zwar technisch vorhanden, wurde jedoch nicht zur automatischen Befüllung in der Abrechnungskarte genutzt.
Auswirkung
Die Abrechnungskarten mussten nach dem Anlegen erst manuell um die notwendigen Datenquellen-Felder ergänzt werden bevor mit “Abrechnungszeilen holen” weitergearbeitet werden konnte. Dies war lästig und eine mögliche Fehlerquelle.
Anpassung
Durch die neue Funktionalität werden die relevanten Felder in der Abrechnungskarte automatisch befüllt, sofern RELion über die Miet-WEG-Koppelung das verbundene Mietobjekt erkennt. Dies reduziert den manuellen Aufwand sowie potenzielle Fehlerquellen bei der Erstellung der WEG-Abrechnung im Zusammenhang mit Heizkostenzeilen vom Wärmemessdienst.
Buchhaltung
Anpassungen Layout Reg. Mahnung Gruppiert mit Zahlschein
Ausgangssituation
Die bisherige Logik zur Ermittlung der Druckadresse bei Mahnungen berücksichtigte nicht, ob es sich um vertragsbezogene oder debitorenbezogene Mahnungen handelt. Dies führte zu inkonsistenten Adressierungen, insbesondere bei komplexen Vertragsstrukturen.
Auswirkung
Die unzureichende Differenzierung der Mahnart hatte zur Folge, dass Mahnungen teilweise an falsche oder unvollständige Adressen versendet wurden. Dies beeinträchtigte die rechtssichere Zustellung und führte zu Rückfragen seitens der Kunden.
Anpassung
Die Druckadresslogik wurde überarbeitet und erweitert. Es wird nun systemseitig geprüft, ob eine Mahnung vertragsbezogen oder debitorenbezogen ist.
- Bei vertragsbezogenen Mahnungen wird die Adresse aus dem Vertrag gezogen.
- Bei debitorenbezogenen Mahnungen erfolgt die Adressermittlung über die Debitorenkarte.
- Die neue Logik wurde im Bericht implementiert und getestet.
Bezeichnung Mahngebühren Einrichtung regeln
Ausgangssituation
Im Standard von Business Central (BC) existiert das Feld Zusätzliche Gebühr, das zur Kennzeichnung von Gebührenpositionen in Mahnungen dient. Eine spezifische Bezeichnung dieser Gebühr war bislang nicht möglich.
Auswirkung
Anwender konnten nicht erkennen, um welche Art von Gebühr es sich handelt (z. B. Mahngebühr). Dies führte zu eingeschränkter Transparenz in der Kommunikation mit Schuldnern und intern.
Anpassung
Ein neues Feld Bezeichnung Gebühr wurde eingeführt:
- Wenn befüllt, wird die Bezeichnung in die Mahnzeilen übernommen
- Wenn leer, bleibt die Standardbezeichnung aus BC bestehen
Verbesserungen für MwSt. WEG Stapel
Ausgangssituation
Die Verarbeitung MwSt. WEG berechnen war bisher relativ langsam und wies Optimierungsbedarf im Code auf.
Auswirkung
Die Durchführung des Stapels dauerte länger als erwartet, der Code war schlecht wartbar.
Anpassung Der Code wurde optimiert:
- schnellere Verarbeitung
- modernere, besser wartbare Struktur
- verständlichere Logik
Mitgliederwesen
Mitglieder Dividendenauszahlung automatisch sperren bei Anlage Mitglied
Ausgangssituation
Bei der Neuanlage eines Mitglieds über den Assistenten konnten bisher keine spezifischen Sperrgründe für die Auszahlung von Dividenden hinterlegt werden.
Auswirkung
Sperrgründe mussten nachträglich manuell im Mitglied hinterlegt werden.
Anpassung
Es wurde ein neues Feld „Sperrgrund Auszahlung Dividende“ in den Satzungsparametern ergänzt. Der Sperrgrund wird beim Anlage-Assistenten automatisch übernommen und kann dort auch angepasst werden.
Fehlerbehebung
WEG Verwaltung
Darstellung der Geldbestandskonten in der WEG-Abrechnung unterschiedlich
Ausgangssituation
In der WEG-Abrechnung wurden die Geldbestandskonten im Einzelnachweis abweichend zur WEG-Gesamtabrechnung dargestellt. Der Fehler trat ausschließlich in Verbindung mit Eigentümerwechseln innerhalb des Abrechnungszeitraums auf und wenn die Druckoption Bestandskonten verwendet wurde.
Der Ausweis in der Gesamtabrechnung entsprach dem Objektkonto, während im Einzelnachweis eine inkonsistente Darstellung erfolgte.
Auswirkung
- Die abweichende Darstellung konnte zu Verwirrung bei der Prüfung der Abrechnung führen, da unterschiedliche Werte für denselben Sachverhalt angezeigt wurden.
- Eine einheitliche und nachvollziehbare Darstellung war nicht gewährleistet.
Anpassung
- Die Logik zur Darstellung der Geldbestandskonten im Einzelnachweis der WEG-Abrechnung wurde überarbeitet.
- Der Ausweis im Einzelnachweis entspricht nun dem Objektkonto und ist damit konsistent mit dem Bericht WEG-Gesamtabrechnung.
Zusätzliche Hinweise
Die Änderung betrifft ausschließlich die Darstellung im Einzelnachweis der WEG-Abrechnung. Die Berechnungslogik und die Datenbasis bleiben unverändert.
Bericht Ausschlüsse anwenden deaktivieren
Ausgangssituation
Der alte Bericht war weiterhin über die Suche auffindbar, obwohl die Funktion nicht mehr unterstützt wurde.
Auswirkung
Falsche Nutzung führte zu unnötigem Aufwand und potenziell fehlerhaften Ergebnissen.
Anpassung
Der Bericht wurde deaktiviert und ist nicht mehr aufrufbar.
Zusätzliche Hinweise
Ausschlussgründe werden nun automatisch über „Wirtschaftsplan berechnen“ und „Ausnahmen anwenden“ gesetzt.
Mietverwaltung
Anpassung des Vorgangs Einheitenvertrag stornieren
Ausgangssituation
Beim Stornieren von Sollstellungszeilen werden die zugehörigen Posten gutgeschrieben. Beim darauffolgenden Stornieren des Einheitenvertrages werden Einheit und Historie von den vorhandenen Sollstellungsposten entfernt. Wenn geschlossene MwSt.-Posten vorhanden sind, erstellte das System automatisch eine zusätzliche Gutschrift. Die bereits gutgeschriebenen Posten wurden nicht berücksichtigt.
Auswirkung
Es kam zu doppelten Gutschriften bei Einheitenvertragsstornos, sofern geschlossene MwSt.-Posten vorhanden waren. Dies führte zu fehlerhaften Buchungen und erforderte manuelle Korrekturen.
Anpassung
Beim Stornieren eines Einheitenvertrages werden weiterhin Einheit und Historie von den Posten entfernt. Wenn geschlossene MwSt.-Posten vorhanden sind, wird keine zusätzliche Gutschrift mehr erstellt. Die Logik verhindert nun doppelte Gutschriften und sorgt für korrekte Buchungsabläufe.
Zusätzliche Hinweise
Nach dem Storno ist ggf. eine UVA-Korrektur vorzunehmen
Betriebskostenabrechnung
Falsche Berechnung der Betriebskosten bei zeitlich begrenzten Ausnahmen
Ausgangssituation
Im Modul Betriebskostenabrechnung wurde ein Fehler bei der Berechnung der Betriebskosten festgestellt. Dieser tritt auf, wenn eine zeitlich begrenzte prozentuale Ausnahme in der Abrechnung eingestellt wurde, deren Zeitraum kleiner als der Abrechnungszeitraum ist.
Auswirkung
Die Ausnahmebeträge wurden falsch berechnet. Dies führte zu fehlerhaften Ergebnissen in den Abrechnungsbelegen. Die korrekte Berechnung erfolgte nur, wenn die Ausnahme für den gesamten Abrechnungszeitraum gültig war.
Anpassung Die Berechnungslogik wurde angepasst. Die neue Berechnung berücksichtigt die zeitliche Gültigkeit der Ausnahme und ermittelt den Ausnahmeprozentsatz und -betrag korrekt.
Abrechnung für Objekt mit nur 1 Leerstandseinheit bringt Fehler – Übernahme aus R12
Ausgangssituation
Bei der Abrechnung für Objekte mit ausschließlich Leerständen trat eine Fehlermeldung auf.
Auswirkung
Die Abrechnung konnte nicht erstellt werden, da das Holen der Abrechnungszeilen nicht möglich war.
Anpassung
Die Prüfungslogik für Ausnahmen in der Abrechnung wurde korrigiert.
Zusätzliche Hinweise
Die Änderungen betreffen ausschließlich die interne Logik, es sind keine weiteren Einrichtungen erforderlich.
Rechnungsanzeige in Abrechnung Detailzeilen
Ausgangssituation
Beim Wechsel auf Detailzeilen ohne Kreditorenbezug verlor die Infobox RELion Dokumente ihre Einstellung.
Auswirkung
Inkonsistente Benutzerführung, zusätzliche manuelle Schritte, potenzielle Fehlinterpretationen.
Anpassung
Die Fokussierungslogik wurde angepasst: Die Infobox behält ihre Einstellung unabhängig von der ausgewählten Zeile.
Zusätzliche Hinweise
Die Änderung betrifft ausschließlich die Anzeige.
Hochrechnung „Jahr“ bei Einheiten mit gestaffelter Fertigstellung
Ausgangssituation
Bei der Hochrechnung „Jahr“ in der BK-Abrechnung trat ein Fehler auf, wenn Einheiten eines Objekts nach und nach fertiggestellt wurden. Die Berechnung in der Erläuterung war fehlerhaft und führte zu falschen Werten. Der Fehler trat nur in Verbindung mit Rumpfabrechnungen (Abrechnungszeitraum nicht zwölf Monate) und Hochrechnung “Jahr” auf.
Auswirkung
Die fehlerhafte Berechnung führte zu einer ungenauen Gewichtung der einzelnen Teilzeiträume in der Hochrechnung und damit Abweichungen von dem zu erwartenden Berechnungsergebnis.
Anpassung
Die Berechnungslogik für die Hochrechnung „Jahr“ wurde überarbeitet. Die Formel berücksichtigt nun korrekt den Anteil der jeweiligen Teilzeiträume in der Hochrechnung und gewichtet diese proportional zum tatsächlichen Abrechnungszeitraum.
Zusätzliche Hinweise
Für betroffene Abrechnungen wird empfohlen, die Hochrechnung „Tag“ zu verwenden, bis das Update produktiv verfügbar ist.
Ausnahmen bei vorher 0 Betrag
Ausgangssituation
Bei der Anwendung von Ausnahmen mit Berechnungsbasis „Sollstellung“ wurden Ausnahmebeträge nicht berücksichtigt, wenn der ursprüngliche Betrag vor Anwendung der Ausnahme 0 war. Dies trat insbesondere bei Verwaltungspauschalen auf, bei denen die Berechnungsgrundlage aus Sollstellungen besteht. Die Ausnahme wurde zwar mit einem Prozentwert (z. B. 999,99 %) angezeigt, jedoch ohne resultierenden Betrag.
Auswirkung
- Die betroffenen Ausnahmebeträge wurden nicht in die Abrechnung übernommen, obwohl sie in den Ausnahmezeilen vorhanden und sichtbar waren.
- Dies führte zu unvollständigen oder fehlerhaften Abrechnungen, insbesondere bei Mandanten mit pauschalen Abrechnungsmodellen.
Anpassung
Die Berechnungslogik wurde angepasst, sodass Ausnahmen nun auch dann korrekt berechnet und angewendet werden, wenn der Ausgangsbetrag 0 ist.
Zusätzliche Hinweise
Bei den betroffenen Abrechnungen muss der Schritt “Ausnahmen anwenden” erneut ausgeführt werden. Anschließend kann mit “Belege erzeugen” weitergearbeitet werden.
Wirtschaftsplan
Sollstellungszeilen erstellen Performance
Ausgangssituation
Beim Erstellen neuer Sollstellungszeilen (Österreich: „Vorschreibungszeilen“) aus dem Wirtschaftsplan war die Sollstellungsdifferenzberechnung aktiv und verursachte Performanceprobleme.
Anpassung
Die Sollstellungsdifferenzberechnung wurde deaktiviert, sodass die zeitaufwändige Prüfung entfällt.
Wirtschaftsplan passt die Steuer bei der Verwendung des Multiplikators nicht an
Ausgangssituation
Im Wirtschaftsplan wurden Steuerbeträge nicht aktualisiert, wenn Multiplikatoren in Detailzeilen geändert wurden.
Auswirkung
Durch die fehlende Anpassung des Steuerbetrags entsteht eine fehlerhafte Berechnung. Der Nettobetrag wird korrekt angepasst, der Steuerbetrag nicht, wodurch auch der Bruttobetrag falsch ist. Dies führt zu inkonsistenten Daten und zusätzlichem manuellen Korrekturaufwand für die Anwender.
Anpassung
Bei der Aktualisierung der Wirtschaftsplanzeilen werden bei geänderten Multiplikatoren alle abhängigen Beträge (d.h. auch der Steuerbetrag) neu berechnet.
Heizkostendatenaustausch
Objekt-Information fehlt bei K-Sätzen
Ausgangssituation
In den Seiten und Karten der B‑ und K‑Sätze waren die Felder Liegenschaftsnr., Objektnr. und Eigentümer/Mieter nicht einblendbar.
Auswirkung
Eine korrekte Zuordnung der Einträge wurde erschwert und war nur mit größerem Aufwand machbar.
Anpassung
- Die genannten Felder wurden in den Seiten und Karten ergänzt.
- Im Bericht B/K‑Sätze exportieren werden Eigentümer/Mieter sowie Objektnr. nun ebenfalls ausgegeben.
Buchhaltung
Stornierte Mahnungen/Mahnposten werden bei der Anzahl Mahnung mitgezählt
Ausgangssituation
Beim Mahnlauf werden offene Posten in Mahnungen nicht mehr aufgeführt, obwohl die maximal zulässige Anzahl an Mahnungen theoretisch noch nicht erreicht wurde. Ursache ist die bisherige Zählweise innerhalb von RELion: Stornierte Mahnungen und Mahnposten wurden als Mahnungen mitgezählt.
Auswirkung
Durch die fehlerhafte Zählung werden offene Posten nicht erneut gemahnt, obwohl die Mahnlogik dies zulassen sollte. Dies kann zu Verzögerungen im Mahnprozess und zu einer fehlerhaften Darstellung gegenüber Endkunden führen.
Anpassung
Die Zählweise wurde angepasst. Stornierte Mahnungen und Mahnposten werden künftig nicht mehr als Mahnungen berücksichtigt. Damit wird sichergestellt, dass die maximale Anzahl an Mahnungen ausschließlich auf tatsächlich gültige Mahnungen angewendet wird.
Einheiten Susa Datumsfilter funktioniert nicht.
Ausgangssituation
Der Bericht Einheiten Susa hat in der Periode stets das Jahr 2025 ausgegeben, unabhängig davon, welches Arbeitsdatum eingestellt oder welche Periode abgefragt wurde.
Auswirkung
Die Auswertungsergebnisse waren fehlerhaft, da die Jahresangabe nicht der gewählten Periode entsprach. Dies führte zu falschen Berichten und potenziellen Fehlentscheidungen auf Basis der Daten.
Anpassung
- Die Logik zur Ermittlung des Berichtsjahres wurde korrigiert.
- Das Jahr wird nun dynamisch anhand des eingestellten Arbeitsdatums und der abgefragten Periode berechnet.
- Die Änderung stellt sicher, dass die Jahresangabe im Bericht konsistent mit den gewählten Parametern ist.
Einkaufsrechnung – Habenbuchung – automatische Weiterbelastung
Ausgangssituation
Wird bei einer Einkaufsrechnung mit Objektkostenaufteilung eine Haben-Buchung erstellt, wird eine Fehlermeldung angezeigt. Diese Fehlermeldung erscheint auch bei:
- Beauftragung (Einkaufsbestellung)
- Einkaufsgutschriften
Auswirkung
Es kommt zu Abbrüchen und verhindertem Buchungsfluss in genannten Vorgängen.
Anpassung
Die Ursache des Fehlers wurde behoben. Habenbuchungen und Folgeprozesse funktionieren nun ohne Fehlermeldung.
RELion Dokumente
Fehler Konvertierung Betrag und Löschen eines Indizes
Ausgangssituation
Neuere Versionen von Archiv kompakt nutzen eine universelle Transfersprache. Glatte Beträge wurden nicht mehr korrekt formatiert und z. B. von „1.525,00 €“ zu „1.525“ übertragen.
Auswirkung
Dies führte zu Fehlern im Index der RELion-Dokumente und fehlerhaften Archivierungen.
Anpassung
Die Formatierung wurde korrigiert: glatte Beträge erhalten automatisch „,00“. Damit werden Beträge korrekt als 1525,00 archiviert.
Mietrechnung
Berichtstext Ersatzvariablen müssen auch ohne WENN-Bedingung funktionieren
Ausgangssituation
Die Verwendung von Berichtstextvariablen in Mietrechnungsschreiben war bislang nur in Verbindung mit einer vorangestellten WENN-Bedingung möglich.
Auswirkung
Texte, die lediglich Variablen enthalten sollten, mussten technisch unnötig mit Bedingungen versehen werden, was die Pflege und Gestaltung der Textbausteine erschwerte.
Anpassung
Berichtstextvariablen können nun auch ohne vorangestellte WENN-Bedingung verwendet werden. Die Variablen werden korrekt ausgewertet und im Schreiben ausgegeben, unabhängig davon, ob sie in einem bedingten Kontext stehen.
Tabelleninformationen Modell
Änderungen im Datenmodell werden in den Tabelleninformationen angezeigt.